Reise nach Leipzig

5 Tipps zur Planung eines Städtetrips

Diese 3-tägige Reise nach Leipzig habe ich mit einer Gruppe Erwachsener von insgesamt 12 Personen unternommen.

Meine wichtigsten Tipps für dich, wenn auch du eine Gruppenreise planst, sind:
1. Plane den Aufenthalt fast minutiös durch
2. Lege etwa 2 Programmpunkte pro Tag verpflichtend für alle fest und reserviere diese bereits von zuhause aus.
3. Lass zwischen den einzelnen Tagespunkten genug Zeit, damit ihr euch nicht hetzen müsst, wenn es mal zu Verspätungen kommt
4. Plane täglich ca. 2 Stunden zur freien Verfügung ein, damit die Teilnehmer Zeit für sich haben, zum Shoppen, ausruhen, umziehen und so weiter
5. Da ihr als Gruppe sicherlich auch den Abend miteinander verbringen wollt, macht es Sinn, die Restaurants auch schon im Vorfeld auszusuchen und die Tische zu reservieren. Mit einer Gruppe von mehr als 6 Personen kann es sonst sehr schwierig werden, etwas passendes zu finden.

Programmübersicht für ein Wochenende in Leipzig

Im Folgenden findest du zunächst einmal das zusammengefasste Programm unserer Leipzig-Reise. Ein ausführlicher Bericht von mir mit noch mehr Details und wertvollen Tipps folgt im Anschluss.

Freitag

ICE nach Leipzig
12.10 Uhr: Ankunft Leipzig Hbf, 10 min. zu Fuß zum Hotel
12.25 Uhr: Motel One Nikolaikirche: Check in, auf Zimmer wenn möglich

Goelthe Denkmal
13.30 Uhr: ab Hotel Richtung Zentrum, Mittagsimbiss (frei wählbar)
14.45 Uhr: Treffpunkt Stadtmitte (wird vor Ort vereinbart), Fußweg zum Bootsanleger (20-25 min)
15.20 Uhr: Bootstour 70min.
17.00 Uhr: zurück in Stadtzentrum – Zeit zur freien Verfügung
(18.00 Uhr: Hotel)
18.45 Uhr: ab Hotel zum Abendessen im Ratskeller, Lotterstr. 1
19.00 – 20.45 Uhr: Abendessen
21.00 – 22.30 Uhr: Nachtwächterführung ab Ratskeller

Samstag

09.00 Uhr: ab Hotel, zu Fuß zum Leipzig Markt, (S1/S2/S3/S4/) S5 – Leipzig MDR
10.00 Uhr: Studiotour MDR (Eintreffen um 9.45 Uhr), Dauer 2 Stunden (2-3 km zu Fuß durchs Studiogelände) media city /Foyer, Altenburger Str. 15
12.30 Uhr: ca. zurück im Zentrum
Mittagessen, Zeit zur freien Verfügung
Nachmittagsprogramm wahlweise:
– Panoramatower, Aufzug bis 29. Stock, dann 2 Stockwerke zu Fuß
– Nikolaikirche
– Hop-On/ Hop-Off Bus Rundfahrt, Dauer 2 Stunden, 2 verschiedene Linien, Rundfahrt mit Nostalgie-Trambahn (Tickets vorher am Hbf kaufen!)
17.00 Uhr: Hotel
18.15 Uhr: ab Hotel zum Abendessen Tram 2, 9, 16 od. S-Bahn 1, 2, 3, 4, 6 ab Leipzig Markt
19.00 Uhr Abendessen im Bayerischen Bahnhof

Sonntag

09.30 Uhr: Check out, Koffer einstellen
09.45 Uhr: ab Hotel
10.00 Uhr: Zeit zur freien Verfügung: Panoramatower/ Hop-On-Hop-Off Bus, Mittagessen …
14.45 Uhr: Hotel Koffer holen
15.00 Uhr: ab Hotel zum Hbf
15.45 Uhr: Abfahrt Hbf Leipzig

Leipzig

 

Anreise

Bei der Überlegung, wohin die nächste Städtereise gehen soll, ist mir immer wichtig, dass das Ziel in maximal 2 Flug- oder 4 Zugstunden erreichbar ist. Warum? Anders als bei einer Fahrt mit dem Wohnwagen, ist bei einer Städtetour das schnelle Erreichen des Zielortes und die verbleibende Zeit vor Ort von Entscheidung. Meine Städtereisen beschränken sich normalerweise auf ein verlängertes Wochenende von Freitag bis Sonntag, da möchte ich nicht ewig unterwegs sein, sondern die Zeit zum Sightseeing nutzen.
Nach Leipzig ging es für meine Reisegruppe und mich also im Zug, genauer gesagt mit dem ICE. Reisen mit dem Zug ist durchaus bequem und für eine Gruppe viel unterhaltsamer als Fliegen, vor allem wenn du nur mit kleinem Gepäck reist.
Am Leipziger Hauptbahnhof angekommen bist du in wenigen Gehminuten mitten in der schönen Altstadt.

Hotel

Wenn es ein „Motel One“-Hotel in der Stadt gibt, reserviere ich immer gerne hier die Zimmer. Die Zimmerreservierung über Mail läuft schnell und problemlos und die Preise sind im jeweiligen Vergleich durchweg angemessen. Außerdem sind die Doppel- und Einzelzimmer in jedem Hotel fast identisch groß und gleich eingerichtet, da weiß ich was ich habe. Auch das Frühstücksangebot ist überall gleich. Aber dazu komme ich gleich.

Lage des Hotels

In Leipzig gibt es sogar gleich 2 Motel-One Hotels in der Stadtmitte. Sie liegen gar nicht weit auseinander. Für unseren Aufenthalt hatte ich das „Motel One Nikolaikirche ausgewählt“. In höchstens 10 Minuten zu Fuß läufst du direkt vom Hauptbahnhof gerade aus zum Hotel. Das Hotel liegt mitten in der Stadt, ein idealer Ausgangspunkt also für eine Stadtbesichtigung. Gegenüber befindet sich ein großer Platz mit Brunnen, der Nikolaikirchhof und die Nikolaikirche, die dem Hotel seinen Namen gab.

Hotelbeschreibung

Die Zimmer des „Motel One“ sind einfach, aber zweckmäßig eingerichtet und für 2 Übernachtungen von Größe und Ausstattung her absolut ausreichend. Das Frühstück wird im Erdgeschoß im hinteren Teil der Lobby eingenommen. Es bietet alles was das Herz begehrt, Deftiges, Süßes, kalte Getränke und Kaffee. Alles in Buffetform zur Selbstbedienung. Mir gefällt generell das Design der „Motel One Hotels“ sehr gut. Modern und schlicht, aber immer auch etwas Bezug auf die jeweilige Stadt nehmend.

Link zum Motel One Nikolaikirche

Los geht´s mit dem City Sight Seeing

Nach dem Check-in und dem Bezug der Zimmer (falls sie schon frei sind) geht es dann gleich los in die Stadt. Da es bei unserer Ankunft bereits Mittag war, sind wir alle erst einmal zum Marktplatz und dem Alten Rathaus gelaufen um dort in einer der umliegenden Gastwirtschaften einen kleinen Mittagsimbiss einzunehmen. Hier findest du im näheren Umkreis viele Restaurants von gutbürgerlicher Küche über italienisch bis hin zu thailändisch und japanisch. Für jeden Geschmack ist also etwas dabei.

Einkehr- Tipp

Bereits an dieser Stelle möchte ich das Barfußgässchen erwähnen, das vom Marktplatz zur Klostergasse führt. Hier reiht sich ein Lokal und eine Bar an die nächste. Ein toller Ort, um den Abend ausklingen zu lassen, oder auch schon am Nachmittag eine Erfrischungspause einzulegen. Vor allem die Möglichkeiten bei schönem Wetter draußen zu sitzen, lockt viele Einheimische und Touristen an.

Bootstour

Bootsfahrt auf der ElsterImpressionen Bootsfahrt

So gestärkt und schon mit den ersten Eindrücken von Leipzig im Gepäck, machten wir uns dann zu unserem ersten größeren Programmpunkt auf , einer Bootsfahrt auf der Elster. Anbieter für Bootfahrten gibt es mehrere, je nachdem was man sehen möchte und wie lange die Tour dauern soll. Unsere Fahrt dauerte 70 Minuten startete beim Bootsanleger am Stadtbad (400m zu Fuß von der Stadtmitte). Leipzig vom Wasser aus betrachtet bietet ganz andere Eindrücke als zu Fuß oder mit dem Bus durch die Stadt.
Bei unserer Fahrt war es sehr heiß und die Boote haben keine Überdachung – also Getränke und vor allem Sonnencreme und Kopfbedeckung nicht vergessen!
Wie du dem Programm oben entnehmen kannst, ging es im Anschluss dann zurück Richtung Altstadt und Hotel mit Zeit zur freien Verfügung für alle Gruppenteilnehmer.

Abendessen im Ratskeller

Zum Essen ging es an unserem ersten Abend dann in den Ratskeller in der Lotterstraße 1. Auch hier hin kannst du vom „Motel One“ aus in ca. 10 Minuten leicht zu Fuß laufen.
Hier sitzt du gemütlich im urigen Gewölbekeller (dadurch ist die Geräuschkulisse leider auch etwas lauter). Bei schönem Wetter kann man auch draußen sitzen. Wenn du gerne Bier trinkst, solltest du dir unbedingt das Probier-Set mit vier kleinen Biergläsern und verschiedenen Biersorten (aus der hauseigenen Brauerei) auf einem Brett serviert bestellen . Gekocht wird hier gutbürgerlich, die Karte bietet für jeden Geschmack etwas Leckeres.

Alte Börse

 

Stadtführung mit dem Nachtwächter

Ein ganz besonderes Erlebnis, das ich dir nur wärmstens empfehlen kann, ist eine Stadtführung mit einem Nachtwächter.

Wahl der passenden Stadtführung für Gruppen

Wenn ich eine Stadt besuche, ist eine Stadtführung oder Rundfahrt in irgendeiner Form ein Muss. Denn ich will ja nicht immer nur mit einem Reiseführerbuch in der Hand durch die Straßen laufen und mir alles Wichtige selbst vorlesen. Das wäre ganz schön ermüdend und noch dazu auch langweilig auf die Dauer.
Aber welche Stadtführung ist die Richtige? Es gibt ja meist ein riesiges Angebot. Damit meiner Reisegruppe auch immer ein kleines Erlebnis geboten wird, versuche ich meist von den klassischen Führungen abzusehen und lieber eine Themenführung zu buchen.

Mit dem Nachtwächter durch die Stadt

Im Fall Leipzig war das also eine Nachtwächtertour.
Im Zeitraum von 1,5 Stunden wirst du durch viele Geschichten und Anekdoten richtiggehend ins Leipzig des Mittelalters zurückgeführt. Der Nachtwächter, stilecht gekleidet mit Hut, Mantel und Laterne in der Hand, erzählt neben den historischen Fakten vieles über das Leben der Menschen in dieser Zeit, immer auch mit ein paar heiteren Worten versehen, so dass im Lauf der Führung Vergangenheit und Gegenwart miteinander verschmelzen und alle Teilnehmer garantiert bester Laune sind.

So eine Führung zu später Stunde hat in meinen Augen viele Vorteile:

  • es ist am Abend nicht mehr so laut und hektisch in der Stadt, so dass man als Gruppe den Erzählungen des Gästeführers viel mehr Aufmerksamkeit schenken kann
  • gerade im Sommer ist es auch nicht mehr so heiß auf den Straßen und Plätzen, die Dauer von 1-2 Stunden hält man leicht aus
  • die Atmosphäre am Abend ist einfach ganz anders, vieles wirkt ruhiger und auch manchmal unheimlicher, was zur Nachtwächterführung natürlich wunderbar passt.

Tour durch die MDR Studios Leipzig

Ein weiteres Highlight bei unserem Leipzig Besuch war eine 2 stündige Führung durch die Studios und Produktionshallen des MDR in der media city Leipzig, die ich sofort wieder machen würde. ->MDR Studiotour buchen

Anfahrt

Von der Stadtmitte aus erreicht man die MDR Studios problemlos mit dem öffentlichen Nahverkehr und wenigen Gehminuten von der Haltestelle MDR. (Wenn du am Abend auch zum Essen mit der Bahn fahren möchtest, wie zum Beispiel zum „Bayerischen Bahnhof“, dann empfehle ich dir für diesen Tag ein Nahverkehrs-Tagesticket zu kaufen.)

Tour

Du interessierst dich für Fernsehen? Wolltest schon immer mal ein Aufnahmestudio mit all der Technik von innen sehen, fragst dich, wie das mit der Bluescreen-Technik funktioniert, wie die Moderatoren von den Telepromptern ablesen und so weiter? Dann ist eine Studiotour durch den MDR nur zu empfehlen. Für größere Gruppen ist eine Voranmeldung unbedingt erforderlich.

MDR Studioeinblicke
Zu Fuß geht es mit einem Gästeführer auf das Gelände des MDR, durch Kulissen und viele Studios. Du erfährst viel Interessantes rund um die Produktion von Fernsehsendungen, von der Kleiderwahl über die richtige Schminke bis zu den technischen Tricks und Möglichkeiten, die hinter der Aufnahme der Sendungen stecken.

AufnahmetechnikDie Besucher werden aktiv eingebunden, du kannst die Bluescreen-Technik an dir ausprobieren, wie ein Moderator den Text in die Kamera sprechen und zum Schluss gibt es noch eine 3-D-Animation über das MDR Gelände mit weiteren Einblicken hinter die Kulissen.

Abendessen im Bayerischen Bahnhof

Bayerischer Bahnhof Leipzig

Der Bayerische Bahnhof in Leipzig gehört zu den Wahrzeichen dieser Stadt. Er wurde 1842 erbaut und ist laut Angaben der älteste erhaltene Kopfbahnhof der Welt. Sein Betrieb wurde erst im Jahr 2001 eingestellt. Heute kann man noch den Kopfbau der früheren Bahnhofshalle besichtigen und nebenan in der Gaststätte sehr gut speisen.
Auch zu dieser Gaststätte gehört, wie beim Ratskeller, eine hauseigene Brauerei, die viele Sorten wie Leipziger Gose, Weißbier und Bockbier anbietet.
Die Küche des Bayerischen Bahnhofs hält sehr feine regionale und saisonale Gerichte bereit, die im klassisch-rustikalen Ambiente der Gaststätte serviert werden. Auch ein großer Biergarten gehört dazu. Gruppen sollten unbedingt einen Tisch reservieren, sonst wird es schwierig einen Platz zu finden.

Was ich in Leipzig noch empfehlen kann

Möchtest du noch weitere Tipps für Aktivitäten in Leipzig?

  •  Da kann ich dir zum Beispiel eine Fahrt auf den Panoramatower empfehlen, wenn du keine Höhenangst hast. Aussicht über LeipzigMit dem Aufzug und die letzten beiden Stockwerke zu Fuß hinauf, hast du von der Aussichtsplattform im 31. Stock des Gebäudes einen wunderbaren Rundumblick über die Stadt. Gerade bei schönem Wetter und guter Sicht kannst du weit über die Stadtgrenzen hinausblicken.

 

  • eine Stadtrundfahrt mit der Nostalgie-Trambahn, vorbei an allen wichtigen Sehenswürdigkeiten, die von einem Gästeführer an Bord der Tram erklärt werden. Die Fahrten werden Samstag und Sonntag angeboten, starten am Hauptbahnhof, in der Seitenstraße Kurt-Schumacher-Straße. Stadtrundfahrt mit Tram

Wichtiger Tipp: vorher am besten online ein Ticket im Onlineshop der Leipziger Verkehrsbetriebe buchen, denn diese Stadtrundfahrten sind sehr beliebt und fast immer voll ausgebucht. Hier gehts zum Ticketshop…

  • auch eine Fahrt in einem der Hop-On-Hop-Off Busse ist durchaus empfehlenswert. Auf bequeme Art und Weise wird man zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt gebracht und erhält über Kopfhörer die passenden Informationen dazu. Hier gibt es verschiedene Anbieter mit diversen Angeboten und unterschiedlichen Preisen. Startpunkt aller Anbieter ist direkt gegenüber dem Hauptbahnhof in der Richard-Wagner-Straße 2.

 

Zum Abschluss noch ein Wort zu ein paar sächsichen regionalen Spezialitäten:

Leipziger Gose:

Eine besondere Spezialität ist die Leipziger Gose, ein obergäriges Bier.
Leipziger Allasch: Allasch ist ein Kümmellikör, der sich durch einen hohen Alkoholgehalt (etwa 38% vol.), ein starkes Kümmelaroma und einen reichlichen Zuckerzusatz auszeichnet.

Leipziger Allerlei:

Leipzigs bekannteste Spezialität ist das „Leipziger Allerlei“, ein Gemüsegericht, das auch als Beilage serviert wird. Angeblich gehören laut überliefertem Rezept außer verschiedenen jungen Gemüse auch Morcheln, Krebsschwänze sowie Semmelklößchen dazu.

Leipziger Lerche

ist eine gefüllte Süßspeise mit Marzipan und Marmelade. Das Mürbteigtörtchen erinnert an einen Vogelkörper. Die zwei kreuzweise aufgelegten Teigstreifen stehen für den ursprünglichen Faden, mit dem die gefüllte Lerche (früher wurden diese Vögel als Delikatesse gegessen) zusammengehalten wurde. Bis heute werden die Leipziger Lerchen per Hand in sieben verschiedenen Arbeitsschritten angefertigt.
Leipziger Räbchen: auch eine Süßspeise. Leipziger Räbchen sind eine klassische Süßspeise der Sächsischen Küche, die ihren Ursprung in Leipzig hat. Bei dieser Spezialität handelt es sich um mit Marzipan gefüllte Pflaumen, die in einem Pfannkuchenteig gebacken werden. Die kugelförmigen Krapfen werden anschließend in Zimtzucker gewälzt und noch heiß serviert.

Schönes Leipzig

 

Findest du diesen Beitrag hilfreich? Hast du noch weitere tolle Tipps für einen Leipzig Besuch? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

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